4. Januar 2015

Retrospektive: Meine Top 5 Alben 2014

Hey ihr Lieben,

da ich in der Vergangenheit ab und an kritisiert wurde, dass es auf diesem Blog sehr wenig um Musik geht, obwohl das »mu« in »fomufado« doch für Musik steht, habe ich heute für euch meine liebsten 5 Alben des letzten Jahres. Lasst gerne einen Kommentar da ob bzw. wie euch dieses Format gefällt. Wenn ihr es mögt werden in nächster Zeit mehrere Rezensionen folgen.


 
Kelis - Food (Ninja Tune)
Woran denkt ihr, wenn ihr an Kelis denkt? Ich könnte wetten, dass die Mehrheit von euch direkt an »Milkshake« oder »Trick me« denkt und wenn nicht, dann wahrscheinlich trotzdem an R'n'B und Dancemusik. Auf dem neuen Album »Food« erwartet euch nichts dergleichen. Das Album ist wie eine Einladung in die Vergangenheit. Eine Einladung von Kelis in ihre Soulkitchen. Nachdem ihr »Breakfast« hinter euch habt, folgen »Jerk Ribs« und »Friday Fish Fry«, alles mit einer großen Prise Retro-Sound. Soul, Funk und Afrobeats bilden die neue Basis von Kelis Songs, ihre Stimme klingt (kraft)voller und ausdrucksstärker wie nie. Fazit: Eine ganz andere Kelis, die durch »Food« zeigt, dass sie erwachsener und reifer geworden ist.
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Marteria - Zum Glück in die Zukunft II (Four Music)
Von dem bereits im Januar 2014 erschienene zweite Album »Zum Glück in die Zukunft II« von Marteria habe ich mir viel versprochen. Die nach und nach erschienenen Album Teaser »Track by Trek«, die vor Album-Release auf Marterias Youtube-Channel erschienen, haben mich sowohl von den wunderschönen Weltreisebildern, aber auch durch die ersten Album-Auszüge sehr neugierig gemacht. Zwar finde ich das Album nicht so gut wie sein Vorgänger von 2010, jedoch macht sich »Zum Glück in die Zukunft II« trotzdem als unterhaltsames Album, mit viel Bass und guten deutschen Texten, auch wenn ich die Musik von Marteria nie als Hip-Hop oder Rap beschreiben würde. Zum Album via Spotify







Ben Howard - I forget where we were (Island)
Als ich die erste Singleauskopplung des gleichnamigen Albums »I forget where we were« Mitte August das erste Mal hörte, fand ich sie erstmal langweilig und etwas 0815 mäßig. Dadurch, dass ich mich durch Renovierungsarbeiten in unserer WG-Küche zwangsläufig von Radio beschallen ließ, hörte ich den Song mehrmals täglich und fand ihn nach und nach immer besser und interessanter, sodass ich mich tatsächlich auf das Album freute. Kurzum: Ich würde »I forget where we were« als einfach schön & gemütlich beschreiben. Dass von Gitarrenklängen - von akustisch über slide, Flageolet bis zu Delay - und einem prägnantem, allgegenwärtigem, aber dennoch nie dominierendem und aufdringlichem Schlagzeug geprägte Album zeichnet neben Howards Stimme vorallem eines aus: Ruhe. Ruhe, die trotz oder gerade wegen der Arrangements stehts leise aber keineswegs lahm oder langweilig wirkt. Auch die Stimme von Ben Howard ist emotional, tragend und herzergreifend, aber niemals wehleidig oder weinerlich, wie die vieler anderer Singer-Songwriter. Eine Album-Empfehlung für alle, die sich nach schöner Singer-Songwriter Musik sehnen und/oder Musik für einen gemütlichen Abend suchen.
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Damien Rice - My Favourite Faded Fantasy (Warner)
Ein weiteres Singer-Songwriter-Album auf das ich persönlich sehr lange gewartet habe und auf das ich all meine Hoffnungen gesetzt habe, dass es mein Album des Jahres 2014 wird. Nun ja, wie ihr seht ist dieses Album in meinen Top 10, aber mein Favorit des Jahres ist es leider nicht geworden. Warum? Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Aber nach dem 2006 erschienen Album »9« und meinem Favoriten »O« (2002) - ohne deren große Hits wie »Cannonball«, »The Blower's Daughter« oder »9 Crimes« keine Fernsehserie und kaum ein Liebesfilm mehr auskommt - habe ich wirklich einen Meilenstein erwartet. Das Album ist gut, keine Frage. Etwas für Liebhaber der akustischen Musik, die es sehr seicht und leise mögen. Wer Damien Rice Stimme und seine einzigartige Klangfarbe nicht mag, sollte von diesem Album besser die Finger lassen, denn »My Favourite Faded Fantasy« lebt meiner Meinung nach genau davon. Fazit: Ein bodenständiges Album, dass es jedoch nur in diese Liste geschafft hat, weil Damien Rice die Songs singt und alles durch seine Stimme rausholt. Zum Album via Spotify


Raging Fyah - Destiny (Soulbeats Rec.)
Raging Fyah - meine bisher größte Festivalentdeckung. Als absolute Newcomer und Geheimtipp #1 waren sie auf dem Summer- und Reggaejam 2012. Knapp zwei Jahre später kommt das zweite Album »Destiny«. Wie ihr euch von den Festivals auf denen sie aufgetreten sind wahrscheinlich denken könnt, handelt es sich um Reggae-Musik. Und wenn ich Reggae sage, dann meine ich Reggae. Bodenständigen Roots-Reggae. Raging Fyah sind eines der besten Beispiele für die in Jamaica aktuelle Neo-Roots-Reggae-Strömung. Reggae, wie er früher mal war. Ohne Bling, bling, halb nackte Frauen und Autotune bis zum umfallen, stattdessen mit altbewährten Bläsersätzen, Harmoniegesängen, Nyabinghi-Trommeln und Texten über Afrika, Jah und Gerechtigkeit. Fazit: Seichte Reggae-Musik sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene, die sich nach dem Roots-Reggae der 70er-Jahre sehnen. Zum Album via Spotify

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